Was für ein Theater

In der letzten Gemeinderatssitzung der alten Legislaturperiode (2014-2019) wurde noch ganz schnell über den Neubau des Theaters Ulm abgestimmt und er wurde, trotz immenser Kostensteigerung  (26,9 Mio +(-) 30%), mit einer breiten Mehrheit beschlossen.

7 Gegenstimmen gab es, davon 3 von uns Grünen (Sigrid Räkeln-Rehner, Denise Niggemeier und ich), und diese aus gutem Grund.
Leider mussten wir aufgrund der Abstimmungsregularien komplett gegen den Neubau stimmen, obwohl wir grundsätzlich überhaupt nicht dagegen waren.

Es steht für uns außer Frage, dass das Theater in den Bereichen Arbeitssicherheit und Platznot – vor Allem beim Orchester, dringend ertüchtigt werden muss.

Leider sind jetzt aber die kalkulierten die Kosten, die im Haushalt mit 18,5 Mio beziffert waren, um knapp 10 Mio (+ 30%igem Risikozuschlag) gestiegen. Da können wir nicht einfach nur noch abnicken, auch wenn wir es zuvor anders gesehen haben, denn jetzt muss genau geschaut werden:

Was ist PFLICHT und was ist KÜR?

Als Kür betrachten wir die zusätzliche Integrierung des Kinder- und Jugendtheaters, das derzeit im alten Theater in der Weststadt residiert. Klar, das alte Theater ist auch dringend sanierungsbedürftig, aber das betrachten wir in diesem Zusammenhang als eine „Sowieso-Aufgabe“ denn auch wenn das Kinder- und Jugendtheater dort ausziehen würde, könnte man dieses historische Gebäude auch nicht einfach leer vor sich hingammeln lassen.

Eine Abstimmung über eine Sanierung des Theaters ohne Integration des Kinder- und Jugendtheaters gab es komischerweise nicht, auch nicht, als wir das als Änderungsantrag eingebracht hatten….

Und somit blieb uns nichts anderes übrig, als gegen den vorgeschlagenen großen Weg zu stimmen.

Neben den Kosten gab es für uns einen weiteren, sehr leidvollen Aspekt:
Seit Jahren ächzt und stöhnt das Gebäudemanagement unter der Arbeitslast und kommt mit seinen Pflichtaufgaben kaum nach. Jetzt also sollen/dürfen sie den großen Theaterneubau in ihr Arbeitspensum aufnehmen. Das hat frappierende Folgen: die dringend nötigen und seit einer gefühlten Ewigkeit angemahnten Sanierungen der Schulen (nicht zuletzt auch deren WCs) rücken um weitere Jahre nach hinten. Das wurde uns auch so von den Fachabteilungen bestätigt: „Das ist ein einfaches Naturgesetz. Wenn 10 Mio mehr abgearbeitet werden müssen kostet das logischerweise  auch mehr Kapazität und Zeit.“

Zitat Sigrid Räkel-Rehner: „Das Grundbedürfnis von Kindern in der Schule steht über einem perfekten Kindertheater.“

Im Kommentar mahnt Magdi Aboul-Kheir von der SWP an: „Stadträte sollen dafür Sorge tragen, dass Steuergelder vernünftig verwendet werden“

==> GENAU!!!

18.07.19 Theaterneubau Augsburger

 

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